Auszug aus dem Interview der Viehweidezeitung mit Thomas im Februar 2018:

AYURVEDA und YOGA

Beate Faust:  Herr Wötzel, was versteht man eigentlich unter Ayurveda – viele Menschen hören den Begriff zum ersten Mal ?

Das Wort Ayurveda setzt sich eigentlich aus zwei Worten zusammen: AYUS – das Leben und VEDA  - das Wissen. Ayurveda ist also die Wissenschaft, die das Leben in seiner Gesamtheit betrachtet und den Menschen lehrt, wie er ein langes und gesundes Leben führen kann. Ayurveda ist eine indische Heilkunst, die sich auf die für die menschliche Gesundheit und Krankheit wichtigen physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte konzentriert. Es handelt sich somit um ein ganzheitliches Konzept, das auf drei Grundpfeilern basiert:

  • der präventiven Gesundheitsvorsorge,

  • einer Lebensphilosophie und

  • dem medizinischen System mit seiner ganzheitlichen Sichtweise und umfangreichen Heilmethoden.

Ein wesentliches Ziel von Ayurveda ist die Prävention und damit verbunden das Bestreben Erkrankungen zu vermeiden. Hierbei versucht man, die Auslöser der Erkrankungen zu erkennen und den Ausbruch der Krankheit durch gezielte Maßnahmen/Therapien zu verhindern. Dies geschieht vor allem dadurch, dass man für den jeweiligen Patienten die passende Ernährung und die passende Lebensweise findet und ihn dazu ermutigt ungesunde Gewohnheiten aufzugeben. Die ayurvedische Medizin kennt zudem viele Anwendungen, Kuren (zur Reinigung, Entgiftung, Verjüngung, etc.) und verfügt über eine große Anzahl von Heilkräutern. In Indien gibt es auch heute noch zahlreiche Ayurveda-Krankenhäuser. Das Studium zum Ayurveda-Arzt ist dort sehr angesehen und etwa vergleichbar mit einem Studium der klassischen Schulmedizin.

 

Beate Faust:  Das hört sich doch alles sehr spannend an. Warum erfährt man denn hier so wenig über Ayurveda ?

Ayurveda ist auf dem Vormarsch – auch bei uns. Immer mehr Therapeuten und Ärzte bedienen sich der ayurvedischen Heilkunst als Ergänzung zur klassischen Schulmedizin. Aber Ihre Frage ist auch berechtigt. In den westlichen Kulturen setzt man den Begriff Ayurveda leider zu oft nur zu Wellness-Zwecken ein – ganz bekannt ist hier die ayurvedische Öl-Massage (Abhyanga). Das Traurige hierbei ist, dass diese Wellness-Angebote bis auf den Namen oft sehr wenig mit Ayurveda zu tun haben. Die Abhyanga Massage wird in der ayurvedischen Medizin/Therapie mit therapeutischen Ölen und ganz besonderen Massagetechniken durchgeführt. Dies setzt neben einer guten Ausbildung des Masseurs auch zwingend eine Konstitutionsbestimmung des Patienten vor der Massage durch einen erfahrenen Ayurveda-Therapeuten voraus. Und das ist leider bei vielen Massage Angeboten nicht der Fall.
Aber es gibt auch immer mehr gute Ayurveda Ausbildungsinstitute in Europa, sodass ich die Zukunft von Ayurveda auch bei uns positiv sehe.

 

Beate Faust: Und was hat Ayurveda jetzt mit YOGA zu tun ?

 

Ayurveda, Yoga und Meditation sind "Geschwister" im Sinne der vedischen Wissenschaften, die seit vielen tausend Jahren zur Heilung des Körpers sowie zur Stärkung von Achtsamkeit und Bewusstheit genutzt werden. Man kann grundsätzlich sagen, dass Ayurveda sich mehr um die physische Dimension kümmert, während Yoga den Körper und Geist beeinflusst und Meditation das Bewusstsein klärt. In der Praxis ergänzen sie sich optimal. Beim Yoga steht die Eigenaktivität des Menschen im Vordergrund, die durch Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranajama) und Meditation gestärkt werden soll.

Beate Faust: Das würde ja bedeuten, dass jeder Yoga machen sollte ?

Wenn Sie mich so fragen, dann muss ich wohl mit „Ja“ antworten. Yoga sollte man in seine tägliche Routine fest einplanen. Dennoch gibt es ein paar Dinge zu beachten. Yoga ist nicht gleich Yoga. So ist nach der ayurvedischen Lehre wichtig, dass man das „richtige“ Yoga macht. So sind viele Menschen in der heutigen Zeit sowohl im privaten als auch beruflichen Umfeld einer hohen Stressbelastung ausgesetzt. Diese Menschen müssen ein anderes YOGA machen, als Menschen, die eher ein gemütliches, ruhiges Leben führen. Das gilt übrigens auch für den Sport. Viele glauben, man müsse sich nach einem gestressten Tag im Fitness-Studio so richtig auspowern oder eine Stunde zum Jogging gehen, um danach abschalten zu können – in vielen Fällen bewirkt man damit aber genau das Gegenteil.

Beate Faust: Und was raten Sie Ihren Kunden ?

Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten, da jeder Mensch anders ist und andere Probleme und Krankheiten hat. Im Ayurveda steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt und für ihn wird die richtige Ernährung und Behandlung zusammengestellt. Es gibt hier nicht „die Therapie oder die Ernährung für Jeden“. Was für den einen Menschen „richtig“ ist kann für den anderen Menschen „falsch“ sein. Aus diesem Grund sind in der ayurvedischen Medizin/Therapie eine ausführliche Anamnese und Diagnostik auch unabdingbar.

Aber Menschen, die glücklich und gesund sind machen sicherlich im Leben schon viele Dinge richtig. Ziel von Ayurveda ist es ja gerade ein langes, gesundes und glückliches Leben zu führen. Leider sind aber viele Menschen gestresst, unglücklich und krank. Hier rate ich dann jedem einmal über seine Ernährung und Lebensweise nachzudenken und ggf. professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

Beate Faust: Und abschließend noch die Frage: Haben Sie vor Ihr Angebot hier in der Viehweide noch weiter auszubauen ?

Motivation und Ideen sind definitiv vorhanden. Und Dank der guten Unterstützung durch das Quartiersbüro und Ihnen persönlich,  glaube ich, dass wir das Gesundheitsangebot erweitern können. Beim Schnuppertag hatten wir eine tolle Energie im Raum und es war einfach sehr schön die Viehweide Mitbewohner/innen dabei zu haben. Das konkrete Angebot hängt natürlich aber auch von der Nachfrage und den Interessen ab. Wir haben ja schon ein paar Ideen beim Schnuppertag diskutiert: Rückentraining, Yoga Kurse für Kinder und/oder ältere Menschen, einen ayurvedischen Kochabend, Smoothie Abend, Klangschalen Meditation, „offene Sprechstunde“ für unsere Mitbewohner etc.

Wichtig ist hier, die Wünsche und Interessen unserer Mitbewohner zu kennen. Ich bin daher für alle Anregungen und Ideen offen und dankbar. Ich lade alle Viehweidebewohner auch ein, sich für meinen Newsletter zu registrieren (email: info(at)ayurvedix.de) . Damit wären wir besser vernetzt und der Informationsaustausch einfacher. Hier informiere ich immer zeitnah über alle anstehenden Kurse oder neue Veranstaltungen. Ansonsten kann man sich über mein Angebot / aktuelle Aktionen und Kurse auch gerne über meine Webseite (www.ayurvedix.de) informieren.

 

Beate Faust:

 

Dann bedanke ich mich im Namen unserer Leser für das nette Interview und freue mich sehr , dass wir Sie als  Bewohner der Viehweide gewinnen konnten das Gesundheitsangebot für unsere Mitbürger auszubauen.

Ayurveda - Gesundheitsberatung - Kuren
 

Inh.: Thomas Wötzel
Viehweideweg 3
71065 Sindelfingen

www.ayurvedix.de

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nach Vereinbarung

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